Das Projekt

Kreative Prozesse scheitern selten an Ideen oder Können, sondern oft an Missverständnissen, unterschiedlichen Erwartungen und fehlendem gegenseitigem Verständnis. kooperativ kreativ setzt genau hier an: Es will die Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber:innen, Agenturen und Designer:innen klarer, fairer und produktiver machen. Dabei steht immer im Mittelpunkt: Jeder im Prozess kann vom Gegenüber lernen, profitieren und hat seine wichtige Rolle für einen nachhaltigen Projekterfolg.

Der Hintergrund

Kern des Projekts ist ein Buch, das in das Thema einführt und die Problematik kreativer Prozesse wissenschaftlich fundiert aufarbeitet. Es zeigt typische Konfliktpunkte und beleuchtet die Rollen von Designer:in, Auftraggeber:in und Agentur auf Augenhöhe. Designer:innen werden oft nicht als Fachleute wahrgenommen, während ihnen selbst manchmal das unternehmerische Verständnis fehlt – und umgekehrt stoßen wirtschaftliche Anforderungen häufig an kreative Grenzen. Genau in diesem Spannungsfeld liegt enormes Potenzial für gegenseitiges Lernen.

Dazu kommen mehrere interaktive Boxen, die Theorie in die Praxis übersetzen: eine für Auftraggeber:innen, die ein gutes Briefing unterstützt, eine für Agenturen, die die Projektsteuerung erleichtert, und eine für Kreative, die spielerisch und strukturiert gemeinsam mit dem Auftraggeber Lösungen entwickeln. So wird Theorie direkt anwendbar – ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit echtem Mehrwert für alle Beteiligten.

Meine Aufgabe

Da es sich um meine Bachelorarbeit im Mediendesign handelt, habe ich das Projekt ganzheitlich umgesetzt: von der wissenschaftlichen Recherche, Interviews über die inhaltliche Konzeption, Gestaltung, Typografie, Illustration, Materialwahl bis hin zu Bindung und finaler Umsetzung. Alles lag in meiner Hand – vom ersten Entwurf bis zum fertigen Buch und den Boxen. Mir war wichtig, die Inhalte verständlich, zugänglich und gleichzeitig tiefgründig aufzubereiten, und dass Design und Inhalt wirklich zusammenpassen.

Bis heute wende ich kooperativ kreativ oder einzelne Elemente daraus in meinen eigenen Projekten an – sei es bei Briefings, Kundengesprächen oder im kreativen Prozess selbst. Die Arbeit ist damit nicht nur ein Studienabschluss, sondern ein praktisches Werkzeug und ein Prinzip für Zusammenarbeit, von dem alle Beteiligten profitieren.

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